_ Baltakas: das Lied
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main info

Vykintas Baltakas: das Lied (2000-2001) for piano and electronics


instrumentation:pno, electronics
year:2000-2001
duration:5'
realization:

Oeuvre réalisée dans les studios de l´IRCAM Assistant musical: Hans Tutschku Duplication des logiciels et banques de données de son strictement interdite. Utilisation des logiciels et banques de données de son limit&ea

première:

20.09.2000, IRCAM, Paris
Jean-Marie Cottet, pno

note*:This work is still in progress
www.baltakas.net

score

practical

Vykintas Baltakas: das Lied (2000-2001) for piano and electronics


Electronics / equipment


The best equipment for performing 'das Lied' is: 

- a computer, an audio card (8 in / out) 

- min. 6 loudspeakers 

- ev. 1 monitor (for pianist) 

- stereo microphone for live-piano 

- mixer (min. 8 in / out)

- ev. reverb


A MaxMsp patch is available from composer; no additional audio-software is required.

* If only 2 loudspeakers are available (frontal), you can use a laptop. In this case you do not need the 8-canal soundcard.

All sound files, Max / Msp patch and the study-CD are available from the publisher.




Speaker layout


8 speakers:


1 (left) 2 (right): both on the stage behind piano (deep) 

3 (left) 4 (right): front of the stage 

5 (left) 6 (right): middle of the audience room 

7 (left) 8 (right): back part of the audience room




Spatial sound reproduction


Letter A: 

Sound file 01a should dominate the stage (for example: speakers 1 2, or 1 2 3 4); it's not loud at the beginning - the public could be puzzled about the source of this sound, which erases the distinct mark between the "not-yet-music" and "music". 

01b fills the audience room, but is not loud. 

Balance: piano = tape (mp)


Letter B: 

sparkle everywhere in the hall; Choose some distant speakers (for ex.: 1 4 5 7, or 2 3 6 8). 

P.S. To avoid the static sound, you have to know that there is a random process running inside of the "player" , which adds some of the main sound to the secondary speakers. That helps by "sparkling", but be careful in setting the volume of the main speakers: it could create distortion. 

Balance: piano = tape (f)


Letters C, D, E and F: 

sudden changes, each time from different side (put the focus on 1 speaker at a time ) 

Balance: sound 'moves' between piano and tape (f with cresc.)


Letter G: 

4 distant speakers dominate (for ex: 3 - 4 - 7 - 8)


Letter I: 

07a edges of the hall (for ex: 1 2 - 7 8, or 1 3 2 - 6 7 8) 

07b middle of the hall ( 3 4 5 6) 

Balance: piano = tape (ff), tape cresc at the end;


Letter J: 

on the stage again (deep speakers could dominate) 

Balance: piano = tape (mf)


* Also, experiment freely in executing these ides: you may need - depend on the stage, audience room - different setups of speakers or volumes.

www.baltakas.net

texts

in german

Das Lied für Klavier und Zuspielband wurde im Jahr 2000 in IRCAM komponiert und dort am 20. Sept. 2000 von Jean-Marie Cottet uraufgeführt. 


Es ist ein Teil meines "Liederzyklus" - ein Spiel mit der Lied-Gattung, ohne einen bestimmten Komponisten oder eng mit dem 'Lied' verbundenen Ideen ins Auge gefasst zu haben.


'Das Lied' verstehe ich hier in weitem Sinn - als Ausdruck der bestimmten musikalischen Tendenzen, die nicht nur in jeder Musik, sondern in jedem Element der Musik wohnt und bereit ist sich auf seine eigene Weise zu entfalten. 


Da sehe ich die ganze Schönheit! - die Musik ist voll belebt mit viele 'kleine lebendige Wesen', die eigene Dramaturgie-prozeßen, 'Aussagen' und 'Wünschen' aufweisen. Viele von denen entstehen selbständig, nicht als das Ergebnis der 'kompositorische Wille', sondern sie verbinden sich nur - oft rein perzeptionel - und bilden Einheiten. Wie mit einem Lichtstrahl möchte ich diese Vorgänge beleuchten - sie herausstreichen und gleichsam beobachten: wie sie entstehen, sich entwickeln und zusammenwirken. In dem Moment kann zu etwas poetisches werden: die Aussage der bestimmten Aspekt der Musik wird sichtbar - 'stellt sich auf der Bühne hin' und teilt sich mit. 


Ich nenne es Lied. 

reviews

Süddeutsche Zeitung, 30. März 2001
Reinhard Schulz
„Klangspuren“: Reiches Litauen

 

„Es wird heute so viel Musik geschrieben. Da hat es keinen Sinn, schlechte Stücke zu schreiben.“ Der litauische Komponist Vykintas Baltakas, gerade 28 Jahre alt, gab dem Moderator Siegfried Mauser schlagend einfache Antworten. Im Jahr 2004 soll er mit einem Musiktheaterwerk bei der Münchner Biennale vertreten sein, jetzt gab er in einem „Klangspuren“-Konzert im Carl-Orff-Saal seine Visitenkarte ab. Und weil er keine schlechten Stücke schreiben will, komponiert er seine guten gleich mehrmals: als Kette von Varianten, von Neubeleuchtungen, von Wucherungen.


Baltakas stellte sich als angenehm bescheidene, zugleich selbstbewusste Komponistenpersönlichkeit vor. Mozart (Kegelstatt-Trio), Mussorgsky (Die Kinderstube), dazu seinen litauischen Kompositionslehrer Bronius Kutavicius hatte er als Musiker ausgewählt, die seinem Denken Vorbild sind. Der Grund? Es waren in seinen Augen freie Komponisten, die sich nicht von der Tradition, nicht vom so heftigen stilistischen Druck der Gegenwart, nicht einmal von der eigenen Schere im Hirn beeindrucken ließen. In diesem Sinne möchte Baltakas auch komponieren.


Und wirklich, die zwei Stücke, die er mitbrachte, Das Lied für Klavier und Tonband und „anderes Lied. double“ für Sopran, Cembalo, Oboe, Klarinette, Viola und Cello, erwiesen sich als durchweg spannende Musik, die eigene Wege geht. Die litauische Musik reiht sich zur Zeit im Boom baltischen Komponierens wohl noch an letzter Stelle ein. Das Werk des Lehrers „Two Birds in a Thicket“ für Sopran (sehr ansprechend der schlanke Ton von Rita Bieliauskaite), präpariertes Klavier, Oboe und Tonband von 1978 wies zwar in der echoartigen Abschattierung von gespielten und von Tonband abgerufenen Klängen den Weg, den Baltakas weiter voran schritt. Dennoch verspürte man Engen in der eher sparsam koloristischen Auseinandersetzung mit weit zurück liegenden, heidnischen Musikformen, die in Litauen in reicher Sammlung vorliegen. Gewiss ein Pool, aus dem sich noch manch litauischer Komponist bedienen wird.


Baltakas’ Arbeiten erwiesen sich als kühner, konziser formuliert, triftiger. Vor allem übte das Klavierstück (Jan Philip Schulze), eine irritierende Collage aus scharf montierten, zugespielten Sprachfetzen und aus einem Dialog des Klaviers mit verwandten Klängen vom Band, nachhaltigen Eindruck aus. Ähnlich verfuhr Baltakas im Stück „anderes Lied. double“, einer schrittweisen Umformung einer kurzen Passage aus Bachs Matthäus-Passion („wiewohl mein Herz in Tränen schwimmt“). Zu vernehmen war: Hier ist ein Komponist am Werk, der es versteht, subtil zu hören, und der das Vertraute aufregend ins Fremde umbiegt.

 

 

recordings

history

2016-09-30Brussels, Espace Senghor (BE)Jan Michiels, Centre Henri Pousseur
2007-03-01Glasgow (UL), UniversityLaurina Sableviciute
2004-09-11Schwaz (AT), Klangspuren FestivalSergejus Okrusko
2003-06-20Hamburg (DE), NDR: "Labyrinth Mythos"Ulrich Löffler
2003-05-02Wien (AT), Kunstverein "Alte Schmiede": "Weisse Naechte"Carol Morgan, pno., Johannes Kretz, electr.
2003-01-28Karlsruhe (DE), ZKMMarian Sobula, pno.
2002-06-02Los Angeles (US), Ojai FestivalMarino Formenti, pno.
2002-06-01Los Angeles (US), Ojai FestivalMarino Formenti, pno.
2001-04-07Darmstadt (DE), Institut fuer Neue Musik und MusikerziehungJan Philip Schulze, pno.
2001-03-28Munich (DE), Gasteig: KlangspurenJan Philip Schulze, pno.
2000-09-20Paris (FR), IRCAMJean-Marie Cottet, pno / ensemble court-circuit
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